Start / Karriere im Bauhandwerk

Einstieg zum Aufstieg

Guter Beruf, gutes Geld, gute Perspektiven: Bauberufe sind vielseitig, modern und zukunftsorientiert.

Die Bauwirtschaft ist die Schlüsselbranche der deutschen Volkswirtschaft. Mit einem Investitionsvolumen von rund 260 Mrd. Euro bietet sie im Bauhauptgewerbe mehr als 700.000 Menschen Arbeits- und Ausbildungsplätze. Mittelbar hängen von ihr 2,3 Millionen Arbeitsplätze ab. Das Deutsche Baugewerbe bietet viele interessante und zukunftsträchtige Ausbildungsberufe.
260 Mrd. €

Investitionsvolumen

700.000+

Arbeits- und Ausbildungsplätze im Bauhauptgewerbe

2,3 Mio.

mittelbar abhängige Arbeitsplätze

16.000+

Ausbildungsbetriebe

Bauberufe sind vielseitig, modern und zukunftsorientiert.

Insgesamt bilden über 16.000 Betriebe in einem oder mehreren der vielen Bauberufe aus. Egal, ob Hoch-, Tief- oder Ausbau, und egal, in welchem Betrieb Du Deine Ausbildung machst, Du kannst Dir sicher sein, fundiertes Wissen und solides Handwerk im Betrieb und in geprüften Ausbildungszentren zu erlernen. Es wird Dich beruflich und persönlich bereichern.

Und vielleicht stehst Du irgendwann vor einem baulichen Meisterwerk und kannst sagen: „Das habe ich mitgebaut!“

Entdecke Deinen Beruf

Die Baubranche bietet eine Vielzahl von Ausbildungsberufen, die für junge Frauen und Männer attraktiv sind. Gute Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten machen es möglich, später auch einen eigenen Betrieb zu führen. Moderne Technik und Materialien haben das Berufsbild in vielen Bereichen nachhaltig verändert. Neue Verfahren, wie z. B. das energieeffiziente Bauen, machen diesen Wirtschaftszweig immer interessanter.

Top Ausbildung

Bauwerke prägen Stadtbilder. Wohn- und Gewerbegebiete erhalten ihren eigenen Charakter. Abenteuerliche Formen werden entworfen und gebaut. Dabei wird zunehmend darauf geachtet, dass jedes Gebäude in Art und Stil in die jeweilige Umgebung passt. Ohne Maurer wäre das alles nicht zu verwirklichen. Und so manche Fassade würde noch ganz schön alt aussehen, gäbe es nicht Fachleute am Bau, die umbauen, ausbauen und durch Altbausanierung ganzen Stadtteilen zu neuem Glanz verhelfen.

Durch moderne Baumaschinen und zeitgemäße Materialien geht vieles wie am Schnürchen, aber nichts wie am Fließband. Da wird mal mit Kunst- oder Natursteinen gemauert, ein Sichtmauerwerk hochgezogen oder die Mauerhöhe mit einem Laser-Nivelliergerät gemessen. Und meistens wird in einem Team mit duften Kollegen gearbeitet. Von sturer, monotoner Arbeit kann also keine Rede sein. Zumal jede Baustelle neue Aufgaben stellt und das Wetter ein ums andere Mal ebenfalls für frischen Wind sorgt.

Ausbildung neuester Stand: Ausbildung in Handlungsfeldern, die dem Kundenauftrag entsprechen, Umgang mit modernsten Materialien, Sanieren und Instandsetzen wird großgeschrieben, Qualitätssicherung macht die Ausbildung doppelt zukunftssicher – und last, but not least: Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz spielen eine ganz wichtige Rolle auf der Baustelle. Derart ausgebildete Fachkräfte brauchen um ihre Zukunft keine Sorge zu haben! Gute Fachleute werden „auf dem Bau“ immer benötigt.

In diesem Beruf gibt es genug Chancen, um sich Stein für Stein seinen beruflichen Aufstieg aufzubauen.

Auf einen Blick

Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur. Neben der Teamarbeit wird bei diesem Beruf auch ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung verlangt.

Ausbildungsdauer:
3 Jahre (36 Monate)

Berufsschule:
Adolf-Kolping-Schule (Lohne)

Überbetriebliche Ausbildung:
Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Vechta

Eine Branche mit vielen Vorteilen

Mehr als ein Job

Im Auftrag der Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft erbringt SOKA-BAU seit Jahrzehnten eine Vielzahl von Leistungen, die auf die besondere Situation von Arbeitnehmern in der Bauwirtschaft abgestimmt sind.

Urlaubsvergütung

In der Bauwirtschaft gibt es das branchenweite Urlaubsverfahren für gewerbliche Arbeitnehmer. Nach Deiner Ausbildung kannst Du so Deine Urlaubstage und die dazugehörige Urlaubsvergütung zu jedem neuen Bauarbeitgeber bundesweit mitnehmen. SOKA-BAU bietet Dir – zusätzlich zu Deinem Arbeitgeber – die finanzielle Sicherheit für Deinen Urlaub. Dies gibt es in keiner anderen Branche.

Rentenleistungen

Die gesetzliche Rente wird zukünftig zur Sicherung Deines Lebensstandards im Alter nicht mehr ausreichen. In der Bauwirtschaft gibt es zwei zusätzliche Rentenbausteine: zum einen die Rentenbeihilfe für Bauarbeitnehmer in den alten Bundesländern, eine nur in dieser Branche bestehende, arbeitgeberfinanzierte Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Zum anderen die mehrfach durch die Zeitschrift ÖKO-TEST prämierte betriebliche Altersvorsorge BauRente ZukunftPlus, mit der jeder Azubi und Arbeitnehmer seine Altersversorgung weiter verbessern kann.

Karriere auf dem Bau

Nach der Gesellenprüfung zum Abschluss der Lehrzeit kann es weitergehen. Entweder Sie besuchen zusätzliche Lehrgänge in einer der anerkannten Weiterbildungseinrichtungen des Baugewerbes und qualifizieren sich so zum Vorarbeiter, Werkpolier oder Geprüften Polier. Oder Sie machen nach der Gesellenprüfung Ihren Meister. Der Meistertitel ist nicht nur die Voraussetzung für den eigenen Betrieb, sondern auch Basis für ein Fachhochschulstudium zum Diplomingenieur.

Neben den klassischen Bereichen gibt es auch neue Einsatzgebiete im Bereich Restauration, Umweltschutz, Gebäudeenergieberatung oder gar Entwicklungshilfe. Auch Bauzeichner und kaufmännische Mitarbeiter werden gebraucht.

Maurer/-in

Auch wenn Bauweise und Bautechnik sich geändert haben – der traditionelle Beruf des Maurers nimmt nach wie vor auf der Baustelle eine wichtige Stellung ein. Nach ganz bestimmten Konstruktionsregeln errichten Maurer den Rohbau. Sie mauern z. B. Wände durch Verlegen von Steinen nach bestimmten Verbandregeln und verarbeiten oft auch vorgefertigte Bauteile wie Fensterstürze, Treppenstufen und Deckenträger. Sie verputzen und betonieren, kennen die Zusammensetzung der verschiedenen Mörtel und beherrschen alle Arbeitstechniken für die sehr unterschiedlichen Baumaterialien.

Qualität aus Stein

Bauwerke sollen ästhetisch und von möglichst langer Lebensdauer sein, damit sie der Nachwelt lange erhalten bleiben. Um dieses zu verwirklichen, wird ein „Fachmann“ – der Maurer – benötigt, der kreative, aber auch funktionelle und handwerkliche Fähigkeiten besitzt.

Tätigkeitsfeld

Das Tätigkeitsfeld des Maurers geht vom Betonieren der Kellerfundamente bis zum Verputzen der Wände. Kenntnisse über die Eigenschaften künstlicher und natürlicher Baustoffe – wie Ziegel, Kalksandstein, Bimssteine, Betonsteine sowie Gipskartonplatten – sind die Grundlagen. Ergänzt und erweitert werden diese durch den fachgerechten Umgang mit Kalk- und Putzmörtel, der den Bauwerken die notwendige Stabilität gibt. Das Montieren von Fertigteilen nach speziellen Ausführungsplänen rundet das Berufsbild ab.

Die Ausbildung in der Bauwirtschaft

Die erste Stufe dauert zwei Jahre und dient der beruflichen Grund- und Fachbildung. Sie kann mit der Prüfung als Hochbau-, Ausbau- oder Tiefbaufacharbeiter abschließen.

In der zweiten Stufe, die sich über ein Jahr erstreckt, erfolgt die Spezialisierung in dem gewählten Ausbildungsberuf (z. B. Maurer, Zimmerer, Straßenbauer). Sie wird mit der Gesellenprüfung abgeschlossen.

Grundvoraussetzungen

Vom Maurer werden neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick auch räumliches Vorstellungsvermögen erwartet.

Weiterbildung

Nach Abschluss des Ausbildungsberufs und entsprechender Praxiserfahrung kann man sich qualifizieren zum Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüften Polier oder Meister im Maurer- und Betonbauerhandwerk. Außerdem besteht die Möglichkeit – nach Abschluss des Fachabiturs – ein Fachhochschulstudium in Richtung Architektur oder Bauingenieurwesen aufzunehmen.

Beton- und Stahlbetonbauer/-in

Auch wenn Bauweise und Bautechnik sich geändert haben – der traditionelle Beruf des Maurers nimmt nach wie vor auf der Baustelle eine wichtige Stellung ein. Nach ganz bestimmten Konstruktionsregeln errichten Maurer den Rohbau. Sie mauern z. B. Wände durch Verlegen von Steinen nach bestimmten Verbandregeln und verarbeiten oft auch vorgefertigte Bauteile wie Fensterstürze, Treppenstufen und Deckenträger. Sie verputzen und betonieren, kennen die Zusammensetzung der verschiedenen Mörtel und beherrschen alle Arbeitstechniken für die sehr unterschiedlichen Baumaterialien.

Tätigkeitsfeld

Das Tätigkeitsfeld des Beton- und Stahlbetonbauers ist umfassend: Sie übernehmen die Herstellung des Betons, fertigen die Schalung und bauen Stahl- oder Spannbewehrungen ein. Auch die Bauwerke sind so vielfältig wie anspruchsvoll: Das beginnt mit der Herstellung von Geschossdecken und Treppen im Wohnungsbau und geht bis hin zu hochkomplizierten Ingenieurbauwerken wie Fernsehtürmen, Staudämmen oder Autobahnbrücken.

Die Ausbildung in der Bauwirtschaft

Ihre Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer dauert 36 Monate und wird mit der Gesellenprüfung abgeschlossen. Die erste Stufe dauert 24 Monate. Hier liegt der Schwerpunkt auf der beruflichen Grund- und Fachausbildung. Nach zwei Jahren machen Sie eine Zwischenprüfung oder Sie schließen Ihre Ausbildung mit der Prüfung als Hochbaufacharbeiter ab.

Die zweite Stufe dauert 12 Monate. In diesem Jahr spezialisieren Sie sich zum Betonbauer. Die Gesellenprüfung erlaubt es Ihnen, anschließend Ihren Meister zu machen.

Grundvoraussetzungen

Vom Beton- und Stahlbetonbauer werden eine gute Auffassungsgabe, handwerkliches Geschick, Augenmaß und räumliches Vorstellungsvermögen sowie die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, erwartet.

Weiterbildung

Nach Abschluss Ihres Ausbildungsberufs und entsprechender Praxiserfahrung können Sie sich qualifizieren: zum Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüften Polier oder Meister im Maurer- und Betonbauerhandwerk. Nach dem Fachabitur oder der Meisterprüfung besteht außerdem die Möglichkeit, ein Fachhochschulstudium in Richtung Architektur oder Bauingenieurwesen aufzunehmen.

Anforderungen

Maurer/in

Grundvoraussetzungen für den Maurer

Zupacken
Maurer sollten gesund sein und sich nicht vor körperlicher Arbeit scheuen.
Mitdenken
Der Bau ist nix für Schläfertypen. Nur wer bei den ablaufenden Prozessen mitdenkt, wird hier gebraucht.
Geschick
Maurer müssen geschickt mit Arbeitsmitteln umgehen können.
Genauigkeit
Maurer müssen sich bei den Arbeiten am Bau an Vorgaben und Vorschriften halten.
Faible für konstruktive Arbeit
Maurer bauen etwas Schritt für Schritt auf.

Was machen Maurer?

  • Vorbereitung der Baustelle, Lesen von Bauplänen
  • Durchführung von baubezogenen Vermessungsarbeiten mit modernster Messtechnik
  • Ausschacht- und Erdarbeiten
  • Vorbereitung und Herstellung von Fundamenten
  • Planung und Errichtung von Mauern
  • Herstellung von Decken und Bodenplatten
  • Verarbeitung von Steinwerkstoffen und Platten sowie von Putz, Estrich, Beton und Holz
  • Dämmung, Isolierung und Abdichtung von Bauwerkstellen gegen Nässe, Wärme, Feuer, Schall
  • Herstellung von Oberflächen aus Putz und anderen Materialien
  • Bedienung moderner Maschinen und Geräte
Beton- und Stahlbetonbauer/in

Grundvoraussetzungen

Vom Beton- und Stahlbetonbauer werden eine gute Auffassungsgabe, handwerkliches Geschick, Augenmaß und räumliches Vorstellungsvermögen sowie die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, erwartet.

Was machen Beton- und Stahlbetonbauer?

  • Herstellung des Betons
  • Herstellung von Geschossdecken, Treppen im Wohnungsbau
  • Anfertigung von Schalung
  • Vorbereitung und Herstellung von Stahl- oder Spannbewehrungen
  • Herstellung von Ingenieurbauwerken wie Fernsehtürmen, Staudämmen oder Autobahnbrücken

Ihr Weg zum Meister

Wo finde ich meinen Meister?
Einen Meister, von dem man etwas lernen kann. Einen Betrieb, der zu einem passt. Wie finden Sie das? Entweder über Ihr Arbeitsamt – denn das kennt die Unternehmen, die in Ihrer Umgebung ausbilden.
  1. Betrieb finden

    Wenn Sie selbst einen Betrieb in Ihrer Nähe kennen, können Sie natürlich auch direkt die Initiative ergreifen. Fragen Sie einfach an, ob das Unternehmen Ausbildungsplätze bietet, und bewerben Sie sich. Zu unseren Mitgliedsbetrieben →

  2. Ausbildungsvertrag

    Sie schließen mit einem Bauunternehmen einen Ausbildungsvertrag ab. Dieser kann für zwei Jahre abgeschlossen und später auf drei Jahre verlängert oder gleich für drei Jahre abgeschlossen werden.

  3. Anmeldung

    Ihr Betrieb meldet Sie zum Unterricht in der zuständigen Berufsschule und zur überbetrieblichen Ausbildung in einem Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft an, das Ihnen auch für Informationen zur Verfügung steht. Orte der Ausbildung →

  4. Los geht's

    Die gestufte Ausbildung der Bauwirtschaft beginnt. Sie erhalten eine überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütung. In Ihrer Ausbildung werden Sie alle theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten erwerben, die Ihnen später im Beruf von Nutzen sind.

Digitales Berichtsheft

Ausbildungsnachweise bequem digital führen.

digitales-berichtsheft.com ↗

Orte der Ausbildung

Stufenausbildung in der Bauwirtschaft: Die Ausbildung wechselt zwischen Berufsschule, Ausbildungsbetrieb und überbetrieblichem Ausbildungszentrum.

Stufe 1 · 24 Monate
1. Ausbildungsjahr: Grundausbildung
16 Wo.19 Wo.17 Wo.
16 Wochen Berufsschule · 19 Wochen Ausbildungsbetrieb · 17 Wochen Ausbildungszentrum
2. Ausbildungsjahr: Fachausbildung
13 Wo.28 Wo.11 Wo.
13 Wochen Berufsschule · 28 Wochen Ausbildungsbetrieb · 11 Wochen Ausbildungszentrum

Abschluss nach 24 Monaten: Baufacharbeiter im Hochbau / Tiefbau / Ausbau

Stufe 2 · 12 Monate
3. Ausbildungsjahr: Spezialausbildung
10 Wo.38 Wo.4
10 Wochen Berufsschule · 38 Wochen Ausbildungsbetrieb · 4 Wochen Ausbildungszentrum

Abschluss nach 36 Monaten: Spezialbaufacharbeiter (z. B. Beton- und Stahlbetonbauer)

BerufsschuleAusbildungsbetriebAusbildungszentrum

Berufsschule

Adolf-Kolping-Schule, Lohne

Überbetriebliche Ausbildung

Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Vechta